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Österreichische Lack- und Anstrichmittelindustrie setzt auf Nachhaltige Entwicklung

Österreichische Lackindustrie kooperiert mit dem Lebensministerium in Sachen  Umweltzeichen

Im Rahmen der Fachmesse AUSTRO FARBE in Wieselburg wurde am Donnerstag, 10. März 2011 eine neue Kooperation zwischen dem Fachverband der chemischen Industrie, Berufsgruppe  Lack- und Anstrichmittelindustrie, und dem Lebensministerium vorgestellt. In einer freiwilligen Umweltvereinbarung verpflichten sich die österreichischen Lack und Farbenhersteller eine breite Palette ihrer Produkte mit dem Österreichischen Umweltzeichen auszustatten und damit strenge Kriterien bezüglich Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit ihrer Produkte nachzuweisen.

Gemeinsam mit dem Lebensministerium und dem Verein für Konsumenteninformation wurde eine Rahmenvereinbarung geschlossen, die es den österreichischen Farbherstellern ermöglicht, viele ihrer Produkte nach den Kriterien des Umweltzeichens zertifizieren zu lassen. Die mit dem österreichischen Umweltzeichen ausgestatteten Produkte erfüllen  auch die Kriterien, wie sie für die öffentliche Beschaffung oder zur Erlangung einer ökologisch orientierten Wohnbauförderung gefordert werden.

Weniger Bürokratie und Kosten bei der Überprüfung der einzelnen Produkte.

Um das Österreichische Umweltzeichen zu erhalten, musste bis dato jedes Farb- und Lackprodukt einzeln im Labor überprüft werden. „Das ist ein sehr aufwändiges und kostspieliges Prozedere“, erklärt MinR DI Andreas Tschulik, Leiter der Abteilung für betrieblichen Umweltschutz und Technologie im Lebensministerium. Im Auftrag des Lebensministeriums und der österreichischen Lackindustrie entwickelte nun der Verein für Konsumenteninformation – unter Einbindung des Österreichischen Lackinstituts (OFI) – ein Prüfprozedere, bei dem die Prüfkosten von Farbprodukten deutlich gesenkt werden konnten. Damit ist es möglich, dass zukünftig mehr Farben und Anstrichmittel mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgestattet werden und  den KonsumentInnen aber auch den Professionisten zur Verfügung stehen.

Erfreut über die gute Zusammenarbeit mit dem Lebensministerium und dem VKI zeigte sich auch der Vorsitzende der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie, KommR Ing. Hubert Culik, Geschäftsführer der Rembrandtin Lack GmbH Nfg. KG. „ Die österreichische Lackindustrie möchte mit dieser Initiative ein Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung abgeben und hat sich bewusst für das Österreichische Umweltzeichen entschieden. Hier werden nämlich alle drei Säulen der Nachhaltigkeit berücksichtigt, neben der Umweltfreundlichkeit der Produkte auch die wirtschaftliche und soziale Komponente. Außerdem hoffen wir, dass wir diese Standards auch europaweit im europäische Umweltzeichen verankern können“,  so Culik.

Dr. Manfred Oberreiter, Geschäftsführer der Adlerwerk Lackfabrik und stellv. Vorsitzender der Berufsgruppe ist von ist von einer zukünftigen erfolgreichen Zusammenarbeit mit Ministerium und Konsumentenschützern überzeugt:“ Wir erwarten uns in Sachen nachhaltiger öffentlicher Beschaffung und  Wohnbauförderung, dass  wir für unsere Produkte zusätzlich zum Österreichischen Umweltzeichen keine weiteren Nachweise und Zertifikate erbringen müssen.“ so Oberreiter.

Optimiertes Verfahren

Um die Einhaltung der strengen Kriterien des österreichischen Umweltzeichens sicherzustellen, wird beim österreichischen Lackinstitut eine Rohstoffdatenbank eingerichtet, in der sämtliche Rohstoffe, die in den Produkten eingesetzt werden, analysiert werden. Das österreichische Lackinstitut überprüft auch rechnerisch die Angaben der Hersteller auf Einhaltung sämtlicher Kriterien und führt eine Risikobewertung und Bewertung der Gebrauchstauglichkeit durch. Durch dieses optimierte Prüfverfahren werden die Kosten für die Unternehmen deutlich gesenkt und trotzdem die hohen Prüfstandards beibehalten. „Jetzt ist es sinnvoll viel mehr Produkte im Sinne ökologischer und nachhaltiger Kriterien zu prüfen und sie nach den österreichischen Umweltzeichenrichtlinien zertifizieren zu lassen“, erklärt  Markus Smeykal, Produktmanager der Synthesa Chemie Gesellschaft m.b.H.  und Mitglied der Technischen Arbeitsgruppe der Lack- und Anstrichmittelindustrie im Fachverband der Chemischen Industrie.

Wien, 11. März 2011

Tschulik-Culik klein
MinR DI Andreas Tschulik und KommR Ing. Hubert Culik

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