Industriepositionen

Der Fachverband der Chemischen Industrie vertritt die Interessen seiner Mitgliedsbetriebe. In der aktuellen politischen Diskussion meldet sich der Fachverband immer dann zu Wort, wenn die Belange der Lack- und Anstrichmittelindustrie durch politische Diskussionen, politische Regelungen oder behördliches Agieren betroffen sind oder der Verband durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder technologischen Fortschritt den Bedarf nach einer Positionierung der Branche sieht.

 

In den Industriepositionen werden die entsprechenden Sachverhalte dargestellt und kommentiert und die Einschätzung der Lack- und Anstrichmittelindustrie sowie die Forderungen der Branche dargestellt und begründet. Mit der Publikation der Industriepositionen soll der gesamte Sachverstand der Branche in die wirtschaftspolitische Diskussion eingebracht werden.

 

 

Europäische Harmonisierung der Meldung nach Artikel 45 CLP-Verordnung

Gemäß Artikel 45 der CLP-Verordnung müssen Hersteller für alle gefährlichen Gemische Informationen an eine nationale Behörde weiterleiten. In CARACAL (Competent Authorities for REACH and CLP) werden Vorschläge zur europäischen Harmonisierung dieser Meldung diskutiert, um dann eventuell als neuer Anhang zur CLP-Verordnung verabschiedet zu werden. Das Positionspapier nimmt Stellung zum aktualisierten Vorschlag CA/48/2015.

Interpretation des ECHA Leitfadens hinsichtlich einer prioritären Sprachregelung auf Faltetiketten

Der Einsatz von mehrsprachigen Faltetiketten ist in der Lack- und Anstrichmittelindustrie übliche Praxis und vorschriftenkonform: die erforderlichen Informationen sind alle enthalten und gut lesbar.

 

Einige europäische Mitgliedsstaaten legen eine Passage des ECHA-Leitfadens zur CLP-Verordnung nun so aus, dass die Amtssprache/n des Mitgliedsstaates, in die das Produkt geliefert wird, direkt vorne auf dem Etikett zu lesen sein muss. Diese über die o.g. Festlegungen der CLP-Verordnung hinausgehende Interpretation durch die ECHA-Leitlinien zur Kennzeichnung und Verpackung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 stellt die Verwendung von mehrsprachigen Faltetiketten im bisherigen Rahmen in Frage.

 

Eine Umsetzung dieser Interpretationsweise würde bedeuten, dass die bisherigen Faltetiketten wegfallen würden und dass für jedes Empfängerland ein eigenes Etikett erstellt und angebracht werden müsste. Dadurch würde den betroffenen Unternehmen in finanzieller wie auch logistischer Hinsicht ein erheblicher Mehraufwand entstehen.

Nanotechnologie

Die Nanotechnologie besitzt außerordentlich hohe Bedeutung für die Entwicklung von Farben und Lacken mit wesentlich verbesserten oder gänzlich neuen funktionalen Eigenschaften. Bereits heute sind Lacke und Farben, denen zielgerichtet Nanopartikel zugesetzt wurden, erfolgreich am Markt, so z. B. selbstreinigende Farben, Effektlacke, antibakterielle Farben und hochkratzfeste Lacke.

 

Über die Auswirkungen von Nanoteilchen auf den menschlichen Körper oder die Umwelt ist das Wissen noch nicht ausreichend. Die Lackindustrie, aber auch staatliche Stellen in verschiedenen Ländern haben Untersuchungsprojekte durchgeführt, inwieweit zur Erzielung bestimmter Eigenschaften zugesetzte Nanopartikel aus Lackoberflächen freigesetzt werden können. Die Untersuchungen haben übereinstimmend ergeben, dass die Zahl der freigesetzten Nanoteilchen selbst bei Schleifprozessen äußerst gering ist. Die beobachteten freigesetzten Nanopartikel sind nicht die zielgerichtet zugefügten Nanopartikel, sondern Bruchstücke aus der Bindemittelmatrix.

 

Um diese innovative Technologie für die Lack- und Anstrichmittelindustrie weiter zu erhalten, beteiligt sich der Fachverband der Chemischen Industrie aktiv am politischen Geschehen und nimmt Stellung zu den verschiedenen Initiativen zur Regelung und Kennzeichnung im Bereich der Nanotechnologie.

Druckfarben

Druckfarben sind Zubereitungen unterschiedlicher Konsistenz, die mittels einer Druckform auf den Bedruckstoff übertragen werden. Neben Farbmitteln werden Bindemittel und Hilfsstoffe benötigt, die die Übertragung und Fixierung der Farbmittel auf den Bedruckstoff ermöglichen. Druckfarben sind also komplexe Zubereitungen einer Vielzahl sich in idealer Weise ergänzender und bedingender Rohstoffe.

 

Das Produkt Druckfarbe ist bei sachgerechter Verarbeitung in Form des beim Druckerzeugnis vorliegenden festen Druckfarbenfilm gesundheitlich unbedenklich. Diese Aussage ist Ergebnis einer konsequenten Produktpolitik der Mitgliedsfirmen des des Fachverbandes der Chemischen Industrie, die darauf ausgerichtet ist, schon im Vorfeld mögliche Gefährdungen zu vermeiden.

 

So wird schon bei der Rohstoffauswahl nach dem Vorsorgeprinzip bzw. der Fürsorgepflicht gemäß Arbeitsschutzrecht für die Mitarbeiter, aber auch für die Weiterverarbeiter und Verbraucher, streng darauf geachtet, dass zB Rohstoffe mit den Gefährlichkeitsmerkmalen „sehr giftig“ und „giftig“ und Rohstoffe, die bekanntermaßen karzinogen, keimzellmutagen oder reproduktionstoxisch sind, gar nicht erst zum Einsatz kommen. Diese Praxis ist schon seit Jahren üblich und wird selbstverständlich auf der Basis aktueller Informationen permanent überprüft.

 

Damit dieses Vorgehen auch für Kunden, Weiterverarbeiter und eine kritische Öffentlichkeit überprüfbar und transparent ist, hat der europäische Druckfarbenverband EuPIA als freiwillige Selbstverpflichtung seiner Mitglieder die „EuPIA-Ausschlussliste für Druckfarben und zugehörige Produkte“ veröffentlicht, zu der sich auch die druckfarbenherstellenden Mitgliedsunternehmen des Fachverbandes uneingeschränkt bekennen. Die EuPIA-Ausschlussliste gilt für alle Sorten von Druckfarben und alle Druckverfahren.

Herstellung und Vertrieb von Druckfarben und -lacken für Lebensmittelverpackungen

Um ihre Verpflichtung auf die Prinzipien des Schutzes der Verbraucher von Lebensmitteln auch nach außen unter Beweis zu stellen, haben die Mitgliedsunternehmen, die in diesem Marktsegment tätig sind, die EuPIA Compliance Commitments related to the manufacture and supply of food packaging inks unterschrieben (siehe www.eupia.org).

 

 

 

REACH - Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals

Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

REACH ist die seit dem 01. Juni 2007 gültige Chemikaliengesetz-gebung der EU für die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien. Die wichtigsten Ziele von REACH sind der verbesserte Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor den Risiken aus chemischen Stoffen.

Alle chemischen Stoffe, die in der EU in Verkehr gebracht werden, müssen gemäß dem Grundsatz „Ohne Daten – kein Markt“ registriert werden. Für bereits auf dem Markt befindliche Chemikalien können nach der Vorregistrierung, deren Frist am 01. Dezember 2008 endete, Übergangsfristen bis zu 11 Jahren in Anspruch genommen werden:

 

  Übergangsfristen nach Artikel 23 REACH-VO
  Mengenband    Umsetzungsfrist
  = 1.000 t/a    30. November 2010
  CMR-Stoffe = 1 t/a    30. November 2010
  Umweltgefährliche Stoffe = 100 t/a    30. November 2010
  Notifikationspflicht Art 7 (4)    31. Mai 2011
  = 100 t/a    31. Mai 2013
  = 1 t/a    31. Mai 2018

 

Neue Stoffe dürfen ohne Anmeldung in Mengen oberhalb 1 Tonne pro Jahr weder in der EU hergestellt noch in die EU importiert werden. Dies gilt nicht nur für chemische Einzelstoffe, sondern auch für Stoffe in Zubereitungen und unter bestimmten Bedingungen auch für Stoffe in Erzeugnissen.

Unter REACH werden Hersteller oder Importeure zur Ermittlung der gefährlichen Eigenschaften (wie zB giftig, krebserregend, umweltgefährlich) von chemischen Stoffen und zur Abschätzung der Wirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt verpflichtet. Hersteller oder Importeure sind verantwortlich dafür, dass ihre nachgeschalteten Anwender sowohl über gefährliche Eigenschaften als auch über sichere Verwendungen der Stoffe informiert werden. Nachgeschaltete Anwender – wie etwa Lack- und Anstrichmittelhersteller – unterliegen ebenfalls Kommunikations- und Bewertungspflichten.

REACH erfasst die Verwendungen der Stoffe als solche und als Bestandteil von Gemischen und Erzeugnissen, verbietet oder beschränkt bestimmte gefährliche Stoffe und führt ein Zulassungsverfahren für besonders gefährliche Stoffe ein.

 

Beschränkung

Für Stoffe, von denen ein unangemessenes Risiko für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt ausgeht, gibt REACH die Möglichkeit der Beschränkung von Herstellung, Inverkehrbringen und Verwendung. Es können Beschränkungen und auch, falls notwendig, Verbote verhängt werden. Dossiers mit Vorschlägen für Beschränkungen werden von den Mitgliedstaaten oder, im Auftrag der Kommission, von der ECHA ausgearbeitet.

 

Die endgültige Entscheidung über eine Beschränkung (Aufnahme eines Stoffes in den Anhang XVII) trifft die Kommission auf Grundlage eines eingereichten Dossiers.

 

Zulassung

Ziele der Zulassung sind eine ausreichende Beherrschung der von besonders besorgniserregenden Stoffen (SVHC) ausgehenden Risiken sowie eine schrittweise Ersetzung dieser Stoffe durch geeignete Alternativstoffe, sofern sie wirtschaftlich und technisch tragfähig sind. Das durch Titel VII der REACH-Verordnung geregelte Zulassungsverfahren gliedert sich in mehrere Schritte:

  • Identifizierung der Kandidatenstoffe und Erstellung einer Kandidatenliste (Art. 59)
  • Aufnahme bestimmter Stoffe in den Anhang XIV der Verordnung (Zulassungspflichtige Stoffe (Art. 58))
  • Antrag auf Zulassung (Art. 62)
  • Entscheidung über den Zulassungsantrag (Art. 60)
  • Überprüfung bereits erteilter Zulassungen (Art. 61)

 

Rolle der Lack- und Anstrichmittelhersteller

Lack- und Anstrichmittelhersteller nehmen in erster Linie die Rolle des nachgeschalteten Anwenders ein.
Als solche können sie ihre Verwendungen den Stoffherstellern unter Nutzung von Verwendungskategorien mitteilen, damit diese Verwendungen als identifiziert gelten.

Durch REACH werden deutlich mehr Informationen zu den eingesetzten Rohstoffen und deren Risiken zur Verfügung gestellt. Für registrierte, gefährliche Stoffe ab einer Menge von 10 Tonnen pro Jahr und Hersteller oder Importeur sind den Sicherheitsdatenblättern Anhänge mit Expositionsszenarien beizufügen. Die Herausforderungen für die Lack- und Anstrichmittelhersteller besteht darin, die relevanten Informationen aus den erweiterten Sicherheitsdatenblättern herauszuziehen und diese für die sichere Verwendung im Unternehmen als auch für die Anwendungen der Produkte bei den Kunden zu nutzen.

Die Liste der unter REACH identifizierten SVHC (Substances of Very High Concern) auf der Kandidatenliste enthält einige Stoffe, die bei der Lack- und Anstrichmittelherstellung zum Einsatz kommen können. Nach REACH sind Informationen über das Vorhandensein von Kandidatenstoffen innerhalb der Lieferkette weiterzugeben.

Nachhaltigkeit

Sustainable Development – Nachhaltige Entwicklung wird von der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie nicht nur als Schlagwort gebraucht, sondern seit vielen Jahren erfolgreich gelebt. Innovative, umweltfreundliche Produkte, die langlebige Wirtschaftsgüter viele Jahre schützen und in ihrer Funktionstüchtigkeit erhalten, sind die wahre Basis für nachhaltige Entwicklung.

 

Leider wird in vielen Diskussionen das Thema Nachhaltigkeit nur auf die ökologische Betrachtungsweise reduziert. Nach Meinung einiger NGO’s sind ökologische und damit nachhaltige Produkte nur jene, die möglichst wenig Wirk-/Schadstoffe enthalten. Dabei werden Grenzwerte oft beliebig festgelegt und weit unter den gesetzlich festgelegten Grenzen vorgeschlagen. Ob das Produkt qualitativ hochwertig und daher auch seine Zweck voll erfüllt, ist dabei oft zweitrangig. Hauptsache, die in Gesetzen oder EU-Richtlinien festgelegten Grenzwerte werden deutlich unterschritten. Dass gewisse Qualitätsmerkmale aber nur mit bestimmten Chemikalien  erreicht werden können, interessiert dabei oft nicht.

 

Viele Hightech-Produkte der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie, die langjährigen und bestmöglichen Schutz von Wirtschafts- und Industriegütern bieten, werden aufgrund der beliebigen Grenzwertfestsetzung diskriminiert. Beispielsweise gibt es weniger Wohnbauförderung bzw. werden sie von der öffentlichen Beschaffung benachteiligt, wenn bestimmte Produkte den Kriterien von Umweltgütesiegeln nicht entsprechen. Nachhaltigkeit ist aber mehr. Wer Lacke, Anstrichmittel, Bauklebstoffe nur aufgrund ihrer Ökobilanz, quasi ihrer “Umweltfreundlichkeit“, beurteilt, greift bei weitem zu kurz. Was hilft es, wenn zwar ein Produkt a) weniger organische Lösungsmittel enthält, aber die doppelte Auftragsmenge nötig ist, um die geforderte Performance zu erreichen. Oder ein Produkt, das zwar auf den ersten Blick umweltfreundlicher erscheint, aber nur halb so lang hält.

 

Die Lack- und Anstrichmittelindustrie setzt sämtliche Substanzen zu einem bestimmten Zweck ein. Dieser Zweck dient der Erfüllung von Produkteigenschaften, die sich aus den Anforderungen des Marktes, der Kunden ergeben. So viel wie nötig, so wenig wie möglich ist die Devise! Unter Berücksichtigung des heute erwünschten Lebensstandards ist die Verwendung ausschließlich rein natürlicher Produkte (Schlagwort „chemiefreies Leben“) eine Illusion.

Es gilt daher einen Kompromiss zwischen Gesundheit bzw. Umwelt, Markterfordernissen und Produkteigenschaften zu erzielen. Viele freiwillige Bewertungsschemen im Umweltbereich vermitteln den Eindruck eines übersteigerten Umweltbewusstseins. Offenbar sollen Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Qualität und manchmal sogar teilweise die Gesundheit der Menschen, zugunsten von Energieeinsparung, Müllvermeidung usw. geopfert werden.

 

Bei der Erstellung von Nachhaltigkeitskriterien darf nicht nur die Ökologie im Fokus sein. Die wirtschaftliche Betrachtungsweise, aber auch die sozialen Auswirkungen müssen ebenso einfließen. Bei der Erarbeitung müssen alle Betroffenen beteiligt sein. Also auch die Industrie, die Wissenschaft, Beschaffer, vor allem aber auch die Anwender der Produkte, nicht bloß Umweltorganisationen. Eine sinnvolle, nachhaltige Betrachtungsweise blickt bei der Bewertung von Produkten auf deren gesamten Lebenszyklus – von der Erzeugung über die Verwendung bis hin zur Verwertung. Eine bloße Betrachtung von Teilabschnitten führt zu falschen Ergebnissen. Ist es nachhaltig, wenn beispielsweise Häuser mit teuren Naturfarben dreimal so oft gestrichen werden müssen als mit Hightech-Produkten, weil diese zwar irgendwelchen, meist willkürlich festgelegten und überzogenen Ökokriterien entsprechen, dafür aber beispielsweise keinen Schutz gegen Schimmelpilz inkludieren? Auch hier zeigt sich: Nur eine gesamtheitliche Betrachtung, die Einsatzzweck sowie Lebenszyklus des jeweiligen Produkts umfasst, ist zielführend für den Ausweis von echter Nachhaltigkeit. Die Chemische Industrie und insbesondere die Lack- und Anstrichmittelindustrie sorgt mit ihren Produkten geradezu für Nachhaltigkeit. Sie ist bereit einen offenen Diskurs darüber zu führen. Nicht sinnvoll ist die Vielzahl verschiedenster Umweltgütezeichen, die externe Prüfungen von einschlägigen Instituten erfordern und mit hohen Kosten verbunden sind. Diese Entwicklung fördert nur die Zertifizierungsindustrie, hat aber mit nachhaltiger Entwicklung nichts zu tun.

Symposium "Nachhaltige Lackindustrie"

Am 24. Oktober 2013 veranstaltete der Fachverband der Chemischen Industrie, Berufsgruppe Lack­industrie, ein Symposium zum Thema „Nachhaltige Entwicklung“.

Der Obmann der österreichischen Lack-und Anstrichmittelindustrieindustrie, KommR Ing. Hubert Culik, konnte 45 Teilnehmer begrüßen. Darunter auch den zuständigen Sektionschef im Lebensminis­terium, DI Günter Liebel, sowie Vertreter des Vereins für Konsumenteninformation und ÖkoKauf Wien. DI Liebel ging in seinem Statement auf die Vereinbarung zwischen der Lackindustrie und dem Lebensministerium bezüglich der verstärkten Nutzung des Umweltzeichen bei Farben und Lacken ein, die schon erfreuliche Ergebnisse vorweisen kann. Eine Einbindung der Verarbeiter (Maler, Tischler) und die Öffnung für den B2B-Bereich begrüßte er ausdrücklich. Die Verhandlungen diesbe­züglich laufen bereits.

 

Nach einer allgemeinen Diskussion zum Thema „nachhaltige Entwicklung“ und seine besondere Be­deutung für die österreichische Lackindustrie, wurde von PE International ein Gemeinschaftsprojekt des deutschen Lackverbandes, des deutschen Klebstoffverbandes und der deutschen Bauchemie vorgestellt. Auf hohes Interesse ist ein neues Öko-Footprint-Tool des europäischen Lackverbandes CEPE zur Erstellung von Lebenszyklusanalysen und in weiterer Folge von Umweltprodukterklärungen (EPD’s) bei den Teilnehmern gestoßen.

 

Die österreichische Lack- und Anstrichmittelindustrie setzt sich mit dem Thema „nachhaltige Ent­wicklung“ schon seit einigen Jahren intensiv auseinander. Gemeinsam mit dem Lebensministerium und dem VKI wurde im Jahr 2011 eine Initiative für eine verstärkte Nutzung des Umweltzeichens für Lacke und Farben gestartet. Das bisher eher konsumentenorientierte Umweltzeichen soll nun auch für den B2B-Bereich geöffnet werden. Damit stehen auch Professionisten wie Tischlern und Lackie­rern umweltzeichengeprüfte Lacke und Anstrichmittel zur Verfügung.

Mit dem neuen Öko-Footprint-Tool des europäischen Verbandes und der von CEPE erstellten Daten­bank, soll es auch KMU’s möglich sein, zu vertretbaren Kosten Lebenszyklusanalysen und Umwelt­produkterklärungen zu machen. Die Teilnehmer zeigten sich insbesondere mit der Praktikabilität und der einfachen Handhabung dieses neuen Öko-Tools sehr zufrieden. Die österreichische Lackin­dustrie wehrt sich schon seit einigen Jahren gegen die Flut von privaten Umweltzeichen und in­transparenten Ökozertifizierungen.

Aber auch die neue Bauprodukteverordnung, der Aktionsplan für eine nachhaltige Beschaffung sowie der im Entwurf vorliegende Aktionsplan für gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (CSR) wie auch das Umweltzeichen selbst, enthalten jeweils unterschiedliche Parameter für den Nachweis von Nachhaltigkeit.

 

„Wir brauchen ein Instrument, das alle Nachhaltigkeitsparameter umfasst und deren Erstellung in transparenter und unbürokratischer Weise erfolgen kann“, fordert Ing. Hubert Culik, Vorsitzender der österreichischen Lackindustrie.

 

Die Lackindustrie setzt daher auf das Umweltzeichen als umfassendes Nachhaltigkeitszeichen, welches mit vernünftigen Kriterien ausgestattet und in unbürokratischer Weise und zu vertretbaren Kosten erworben werden kann. Die Lackindustrie ist sich bewusst, dass hier noch ein weiter Weg zu gehen ist, aber am 24. Oktober 2013 wurde ein weiterer Schritt gesetzt, um diesem Ziel näher zu kommen.

 

Im Download-Bereich finden Sie das Programm und die Präsentationen des Symposiums.

 

Berufsgruppe Lack- und Anstrichmittelindustrie

im Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs

Dr. Klaus Schaubmayr

Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien

Tel. +43/5/90 900-3749

Fax +43/5/90 900-280

schaubmayr@fcio.at

http://lacke.fcio.at

Lehrberuf Labortechnik startet

Lackindustrie finalisiert Verhandlungen über die neue modulare Ausbildung zum Lack- und Anstrichmitteltechniker

 

Gemeinsam mit der Gewerkschaft PRO-GE hat die österreichische Lackindustrie eine zukunftsweisende neue Berufsausbildung auf den Weg gebracht. Die im Bundesberufsaus­bildungsbeirat einstimmig angenommene neue modulare Ausbildung wird aller Voraussicht nach noch im Sommer 2015 vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirt­schaft erlassen, freut sich der Vorsitzende der österreichischen Lackindustrie, KommR Hubert Culik.

 

Die Einigung mit der Arbeitnehmerseite war durch ein Pilotprojekt bei der Gestaltung der Lehrabschlussprüfung ermöglicht worden. Die Lackindustrie hat sich mit der Arbeitnehmer­seite geeinigt, eine Zwischenprüfung zur Feststellung der im ersten Teil der Ausbildung erworbenen Grundkompetenzen einzuführen. Dadurch soll die Qualität der Ausbildung ins­gesamt gesteigert werden, weil eine frühe Rückmeldung über den Ausbildungsstand er­folgt.

 

Der Aufbau der neuen Ausbildung ist „modular“

 

Ein Grundmodul „Labortechnik“ bildet die Basis der neuen Ausbildung, dem ein Haupt­modul „Lacktechnik“ sowie ein Spezialmodul „Laborautomatisation“ folgen. Ing. Culik: „Um hochmoderne Lacke und Beschichtungen herstellen zu können, braucht es entspre­chende Kompetenzen und die sind in der Lackindustrie sehr speziell. Es geht dabei bei­spielsweise um Farbmetrik, Rheologie - das Fließverhalten, Applikationsmethoden, Rezep­tierung und vieles mehr.

 

Neue Jobchancen in einer innovativen Branche

 

Die künftigen Lacktechniker werden hervorragende Jobchancen in Österreich vorfinden, ist Dr. Gruber, Geschäftsführer Axalta Coating Systems Austria GmbH, überzeugt. Nicht nur in der Lackindustrie selbst, sondern auch in der Holz- und Möbelindustrie, der Metallindustrie oder in der kunststoffverarbeitenden Industrie. Überall wo beschichtet wird, werden diese Fertigkeiten nachgefragt.

 

Aber auch für die Industrie selbst bringt die neue Ausbildung Vorteile. Die Lack- und An­strichmittelindustrie kann ihren europaweit anerkannten hohen Standard in Forschung und Produktentwicklung nur mit bestens ausgebildeten Mitarbeitern erhalten. „Ich freue mich“, so Culik, „dass wir jungen Menschen bald eine attraktive Ausbildung in einer inno­vativen Industrie anbieten können.“

 

19.3.2015

Lehrberuf Labortechnik - Ausbildungsunternehmen

Folgende Unternehmen werden in Zukunft die neue Ausbildung anbieten:

 

Adler-Werk Lackfabrik Johann Berghofer GmbH & Co KG

Bergwerkstraße 22
6130 Schwaz
http://www.adler-lacke.com

 

Akzo Nobel Coatings GmbH
Aubergstraße 7
5161 Elixhausen
http://www.akzonobel.com

 

Allnex Austria GmbH
Bundesstraße 175
8402 Werndorf
http://www.allnex.com

 

Amonn Coatings GmbH
An der Landesbahn 7
2100 Korneuburg
http://www.amonncolor.com

 

Axalta Coating Systems Austria GmbH
Mödlinger Straße 15
2353 Guntramsdorf
http://axaltacoatingsystems.com

Bewerbungen richten Sie bitte an: HR-Austria@axaltacs.com

 

Brenntag CEE GmbH
Linke Wienzeile 152
1060 Wien
http://www.brenntag.at

 

FEYCOLOR GmbH
Industriestraße 9
6841 Mäder
http://www.feycolor.com

 

KEIMFARBEN Gesellschaft m.b.H.
Pebering-Straß 16
5301 Eugendorf
http://www.keimfarben.at

 

"MOTIP DUPLI" Handels GmbH.
Beim Mauthaus 6
2100 Korneuburg
http://www.motipdupli.de

 

"OKALIN" Karl Obermayer Farbenerzeugungs-Gesellschaft m.b.H.
Marktplatz 8/9
5261 Uttendorf
http://www.okalin.at

 

Rembrandtin Lack GmbH Nfg. KG
Ignaz Köck-Straße 15
1210 Wien
http://www.rembrandtin.com

 

Sefra Farben- und Tapetenvertrieb Gesellschaft m.b.H.
Schönbrunner Straße 47
1050 Wien
http://www.sefra.at

 

Synthesa Chemie Gesellschaft m.b.H.
Dirnbergerstraße 29-31
4320 Perg
http://www.synthesa.at

 

 

Tiger Coatings GmbH & Co KG
Negrellistraße 36
4600 Wels
http://www.tiger-coatings.com