Gelebte Nachhaltigkeit

01.12.2017 - Unsere Mitglieder ADLER-Werk Lackfabrik Johann Berghofer GmbH & Co KG und Rembrantin Lack GmbH Nfg. KG erhielten den klimaaktiv-Preis.

Die Unternehmen wurden vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) für ihre Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz ausgezeichnet. Wir gratulieren herzlich!

Umweltminister Andrä Rupprechter und Hannes Obermair (Adler)

 

Umweltminister Andrä Rupprechter und Hannes Leibetseder (Rembrandtin)

Kontakt/Ansprechpartner

Mag. Dorothea Pritz

05 90 900 - 3364

pritz@fcio.at

Einstufung von Titandioxid

21.11.2017 - Empfehlung zur Einstufung von Titandioxid als Krebsverdachtsstoff
Der Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) der Europäischen Chemikalienagentur hat am 8. Juni 2017 auf Basis einer wissenschaftlichen Gefahrenbewertung empfohlen, das Weißpigment Titandioxid als einen Stoff „mit Verdacht auf krebserzeugende Wirkung beim Menschen“ durch Einatmen (kanzerogen Kategorie 2) einzustufen. Die Entscheidung über eine Einstufung liegt nun beim REACH-Regelungsausschuss unter Federführung der Europäischen Kommission und wird im Frühjahr 2018 erwartet.
 
Keine Gefahr für Menschen – Einstufung daher nicht gerechtfertigt
Hintergrund für die Empfehlung ist die Befürchtung, dass Arbeiter an Lungenkrebs erkranken könnten, wenn sie bei der industriellen Herstellung und Verarbeitung Staubemissionen u.a. von Titandioxid ausgesetzt sind. Die Empfehlung stützt sich auf eine mehr als 20 Jahre alte Studie, bei der Ratten über einen sehr langen Zeitraum staubförmiges Titandioxid einatmen mussten. Die dabei festgestellte Reaktion ist nicht stoffspezifisch für Titandioxid, sondern charakteristisch für eine Vielzahl von Stäuben. Es gibt in dieser oder anderen Studien keinerlei Hinweise auf eine Gefahr für Menschen. Im Gegenteil: Untersuchungen über mehrere Jahrzehnte hinweg an circa 24.000 Arbeitern in 18 Titandioxid-Fabriken, u.a. in Deutschland, haben kein erhöhtes Risiko für eine Tumorentwicklung festgestellt. Folglich liegt auch den Berufsgenossenschaften in Deutschland kein einziger Fall einer anerkannten Berufskrankheit aufgrund von Titandioxid vor.
 
Titandioxid ist einer der wichtigsten Rohstoffe in Farben
 
Die Lack- und Druckfarbenindustrie ist mit 57% der größte Abnehmer von Titandioxid. Titandioxid wird Farben als Pigment zugegeben und ist danach fest in die Bindemittel-Matrix eingebunden. Es kann daher gar nicht eingeatmet werden. Aufgrund des hohen Licht-Streuvermögens seiner Kristalle hat Titandioxid die höchste Deckkraft aller Weißpigmente und ist bei der Herstellung von weißer Wandfarbe und Buntfarbtönen unverzichtbar. Gleichwertige Alternativen gibt es nicht.

Eine Einstufung als vermutlich krebserzeugend Kategorie 2 hätte weitreichende Konsequenzen:
Farben müssten mit dem Hinweis „Kann vermutlich Krebs erzeugen“ gekennzeichnet werden, was eine erhebliche Verunsicherung der Verbraucher zur Folge hätte. Zudem wären Farbreste und andere Abfälle ab einem Titandioxid-Anteil von 1% als „gefährlicher Abfall“ zu behandeln, was die Entsorgungskosten erheblich steigern würde. Titandioxidhaltige Druckfarben für Lebensmittelverpackungen könnten verboten werden. 
 
Die österreichische Lackindustrie schlägt daher vor:
 
• Keine Einstufung von Titandioxid als kanzerogen
Titandioxid wird in unserer Industrie seit Jahrzehnten sicher verwendet. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg, der auf eine krebserzeugende Wirkung beim Menschen hindeutet. Außerdem ist das CLP-Einstufungsverfahren der falsche Prozess: CLP dient der Einstufung von Stoffen, die aufgrund ihrer „intrinsischen“, das heißt individuellen (chemischen) Eigenschaft gefährlich sind, nicht jedoch – wie in diesem Fall – für partikelbedingte (physikalische) Effekte.

• Europäische Harmonisierung der Staubgrenzwerte am Arbeitsplatz
Die diskutierten Risiken beruhen allein auf einer inhalativen Staubexposition. Der Schutz vor Staubemissionen ist ein Arbeitsschutz-Thema und wird in den meisten EU-Mitgliedstaaten durch einen Staubgrenzwert am Arbeitsplatz sichergestellt. Deutschland ist hier Vorreiter. Statt der vorgeschlagenen Einstufung von Titandioxid sollte daher besser z.B. über eine Harmonisierung der Staubgrenzwerte in Europa nachgedacht werden.

Downloads zum Thema Titandioxid: Mit freundlicher Genehmigung des Verbands der deutschen Lack und Druckfarben!

Auswirkungen von REACH für KMU's in der Lackindustrie

26.04.2016 - Der Europäische Lackverband CEPE hat eine Mitglieder-Umfrage „How SME´s experience REACH“ gemacht. Die 165 eingegangenen Antworten zeigen insbesondere für die 3. REACH-Stufe nach 2018 Befürchtungen bezüglich des Verlustes der Wettbewerbsfähigkeit und der Innovationskraft der Unternehmen.

50 % der SME´s erhalten nur sehr kurzfristig die Information, dass benötigte Rohstoffe nicht mehr zur Verfügung stehen.

Nach Einschätzung der befragten Unternehmen, wird auch der Export durch REACH erschwert!

Holzschutzmittelverzeichnis 2016

12.01.2016 - Die ARGE Holzschutz hat sich die verantwortungsbewusste Verwendung von Holzschutzmitteln zur Aufgabe gemacht. Es werden nur Holzschutzmittel zur Verwendung empfohlen, die nach den Grundsätzen der ARGE-HSM von Experten aus dem Bereich des Holzschutzes und der Toxikologie positiv beurteilt wurden, sowie von Holzschutzmittel, die bereits nach dem Biozidproduktegesetz behördlich zugelassen sind.

Das Verzeichnis kann im Fachverband angefordert werden und ist kostenlos (Frau Bader, bader@fcio.at, Tel. 05 90 900 DW 3041)!

Die online Version finden Sie unter www.holzschutzmittel.at

WKÖ: Neues Normengesetz ist positives Signal an die Wirtschaft

9.12.2015 - WKÖ: Neues Normengesetz ist positives Signal an die Wirtschaft

Mandatierungssystem konnte in letzter Minute verhindert werden – großer Erfolg für die Wirtschaft

Die Presseaussendung der Wirtschaftskammer Österreich finden Sie im Anhang.

 

 

Preisverleihung besser lackieren. Green Award 2015

3.12.2015 - Award-Verleihung war wiederum feierliche Auszeichnung und fachlicher Höhepunkt des besser lackieren. Kongress 2015

 

anlässlich der Verleihung des besser lackieren. Green Award 2015 am 25. November in Bad Nauheim/Frankfurt trafen sich Entscheider und Lackierverantwortliche, um sich effizient zu vernetzen und für die Lackiertechnik technologisch und ökonomisch relevante Themen zu diskutieren. Im Fokus stand dabei beste, angewandte Lackiertechnik - präsentiert von Betreibern, ausgezeichnet von anerkannten Experten. Das außerordentliche Fachprogramm mit Experten-Präsentationen u.a. der nominierten Firmen stieß allseits auf positive Resonanz.


Die Award-Verleihung war wiederum feierliche Auszeichnung und fachlicher Höhepunkt des besser lackieren. Kongress 2015, der am 25. und 26. November in Bad Nauheim stattfand.


Detaillierte Informationen zu den Preisträgern finden Sie in der Pressemeldung, in der kommenden Ausgabe besser lackieren. 20/2015 sowie unter www.besserlackieren-kongress.de.

Erfolgreicher „Innovation-Day“ der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie"

22.10.2015 - Der 1. Innovation-Day der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie fand im Haus der Wirtschaft in Wien statt.

150 Teilnehmer, darunter auch zahlreiche Vertreter aus der Wirtschaft , der Beamtenschaft und den Medien konnten sich von der Innovationskraft der österreichischen Unternehmen überzeugen und in den spannenden Vorträgen erfahren, welche Lösungen  durch innovative Produkte der Lack- und Anstrichmittelindustrie in Zukunft oder auch schon jetzt möglich sind.

"Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Jugend, herzlich willkommen zum 1. Innovationstag der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie.

Mich freut, dass auch so viele unserer Stakeholder aus Ministerien, der öffentlichen Verwaltung, aber auch NGO’s und Medienvertreter zu uns gekommen sind. Ich verspreche Ihnen einen spannenden Tag mit der österreichischen Lackindustrie.

Die österreichische Lack- und Anstrichmittelindustrie hat ganz gewiss Zukunft und wer Zukunft hat, hat auch eine Vergangenheit. In diesem Zusammenhang möchte ich an den großen österreichischen Wissenschaftler und Erfinder Dr. Herbert Hönel erinnern, der mit seinem Unternehmen „Via Nova“ einen neuen Weg beschritten hat und dem die Welt die wasserlöslichen Kunstharze und damit die wasserbasierenden Anstrichmittel verdankt.

Die Chemische Industrie und insbesondere auch die Lack- und Anstrichmittelindustrie ist Teil der Lösung bei der Erreichung eines großen Ziels, nämlich den späteren Generationen auch noch ihre Möglichkeiten zu erhalten. Die wasserlöslichen Kunstharze waren ein Riesenschritt in Richtung nachhaltige Entwicklung.

Die weltweiten Megatrends wie das rasante Bevölkerungswachstum, Ressourcenverknappung und Urbanisierung machen neuartige Produkte aus der Chemischen Industrie und insbesondere aus der Lack- und Anstrichmittelindustrie unverzichtbar.

Die Chemische Industrie erforscht intensiv Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft. „Chemie 4.0“ bedeutet die Entwicklung von völlig neuartigen Verfahren und Materialien, die den Kunden maßgeschneiderte Produkte und Lösungen bieten. „Chemie 4.0“ ist ein komplexer und zugleich spannender Komplex, der mit einer Idee im Labor beginnt und die Innovation zur industriellen Fertigung bringt. „Green Chemistry“ und „Smart Chemistry“ sind die Stoffe, aus denen die Zukunft gemacht wird.

Die Lackindustrie hat sich den großen Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Lack ist überall – in der Verpackung von Medikamenten, im Korrosionsschutz für langlebige Wirtschaftsgüter, in der Bodenmarkierung für einen sicheren Auto- und Fußgänger-Verkehr, in Bautenfarben und, und, und … Fast alles was der Mensch macht und produziert ist mit Lack und Farbe beschichtet.

Die Innovationskraft der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie ist vorhanden. Wir brauchen dazu aber auch die entsprechenden Rahmenbedingungen in Österreich, um diese Innovationen erfolgreich auf den Markt bringen zu können und da haben wir eindeutig Verbesserungsbedarf. Die Politik und alle Entscheidungsträger sind daher gefordert, auf den Industriestandort Österreich zu schauen und ihn nicht durch überbordende Bürokratie zu beschädigen.

In diesem Sinne wünsche ich allen noch einen spannenden mit der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie."

„Ich bin begeistert über das so positive Echo bei den vielen Teilnehmern“, freut sich der FCIO-Obmann und Vorsitzende der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie, Komm.Rat Ing. Hubert Culik, der in seiner Eröffnungsrede an den großen österreichischen Erfinder Dr. Herbert Hönel erinnerte, dem die Welt die wasserlöslichen Kunstharze und damit die wasserbasierenden Anstrichmittel verdankt. „Die Chemische Industrie und insbesondere auch die Lack- und Anstrichmittelindustrie ist Teil der Lösung bei der Erreichung eines großen Ziels, nämlich den späteren Generationen auch noch ihre Möglichkeiten zu erhalten. Die weltweiten Megatrends wie das rasante Bevölkerungswachstum, Ressourcenverknappung und Urbanisierung machen neuartige Produkte aus der chemischen Industrie unverzichtbar. Die chemische Industrie erforscht intensiv Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft. „Chemie 4.0“ bedeutet die Entwicklung von völlig neuartigen Verfahren und Materialien, die den Kunden maßgeschneiderte Produkte und Leistungen bieten. „Chemie 4.0“ ist ein komplexer und zugleich spannender Prozess, der mit einer Idee im Labor beginnt und die Innovation zur industriellen Fertigung bringt. „Green Chemistry und Smart Chemistry sind die Stoffe, aus denen die Zukunft gemacht wird“, so Culik zu den bevorstehenden Durchbrüchen.

„Wir können viel zu Nachhaltiger Entwicklung und Ressourcenschonung beitragen“, ist auch Dr. Ernst Gruber/Axalta Coatings Austria und Obmann-Stellvertreter der Berufsgruppe Lack– und Anstrichmittel überzeugt, „wir brauchen aber die entsprechenden Rahmenbedingungen. Und da haben wir Verbesserungsbedarf. Ich fordere die Politik und alle Entscheidungsträger auf, auf den Industriestandort Österreich zu schauen und ihn nicht zu vernachlässigen“, ist Gruber besorgt.

 

Freigegebene Vortragspräsentationen stehen als PDF-Download zur Verfügung:

 

"Wie wird Holz in Zukunft lackiert? - Trends und Perspektiven"

Dr. Albert Rössler/Adler-Werk Lackfabrik Johann Berghofer GmbH & Co KG

 

"Silikatfarben für Holz"

Mag. Wolfgang Stein/Keimfarben Gesellschaft m.b.H.

 

"Powder in Mould Coating - Best Available Technology für die industrielle Beschichtung von faserverstärkten Kunststoffen"

Mag. Christoph Mader/Tiger Coatings GmbH & Co. KG

"Was haben ein Wüstenkäfer und eine Fassadenfarbe gemeinsam? - Innovation - StoColor Dryonic"
Reiner Schmid/Sto SE & Co. KGaA Deutschland

 

"Lacke der Zukunft! - Haben Lacke Zukunft?"

Mag. Dietmar Jost & KR Ing. Hubert Culik, MAS/Rembrandtin Lack GmbH Nfg. KG

 

"Kennzeichnungsfreie wässrige 2K Epoxy Härter Dispersionen mit Top Performance"

Dr. Florian Lunzer/Allnex Austria GmbH

 

"Green Solvents"

Dr. Christian Braunshier/Brenntag CEE GmbH

 

"Auswirkungen der EU-BiozidVO auf die Lack- und Anstrichmittelindustrie"

Dr. Georg Buchtela, DI Gabi Ettenberger/Österreichisches Forschungsinstitut für Chemie und Technik

 

Forum für den industriellen Mittelstand -Tagung auf Einladung des Schweizer Lack- und Farbenverbandes

Gemeinsam mit Abg.z.NR Mag. Josef Lettenbichler nahmen Dr. Albert Keiler/Adler Werk und Dr. Klaus Schaubmayr/GF Berufsgruppe Lackindustrie im FCIO auf Einladung des Schweizer Lack- und Farbenverbandes VSLF am "Forum für den industriellen Mittelstand" in Elmau teil. Im Zentrum stand die duale Berufsausbildung und ihre große Bedeutung für die mittelständisch strukturierte Lackindustrie in den D-A-CH Ländern. Lesen Sie mehr dazu in der Zusammenfassung.

 

Kontakt/Ansprechpartner

Dr. Klaus Schaubmayr

05 90 900 - 3749

schaubmayr@fcio.at

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