Presseinformationen

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Lackindustrie leidet unter mangelnder Rohstoffverfügbarkeit

29.06.2017 - Mit einer Gesamtproduktion von 161.000 Tonnen und einem Produktionswert von 434 Mio. Euro konnte eine, unter den gegebenen Rahmenbedingungen, zufriedenstellende Steigerung von ca. 3,1 % erzielt werden. Während der Bereich der Industrie- und Autolacke (+1,5 %) ebenso wie die Bautenfarben (+1,9 %) nur bescheidene Zuwächse verzeichnen konnten, freuten sich industrielle Holz- und Möbelbeschichtungen über eine willkommene Steigerung von 3,1 %. Das Fazit von Hubert Culik, Obmann der österreichischen Lackindustrie: „Die Unternehmen der Lackindustrie konnten sich 2016 trotz schwierigem Umfeld gut behaupten. Das Jahr 2017 hat gut begonnen. Dank des konjunkturellen Aufschwungs in Europa erwarten wir uns für heuer ein besseres Ergebnis.“

Außenhandel blieb hinter Erwartungen

Die von den Unternehmen im Laufe des Jahres 2016 berichteten positiven Entwicklungen in Mittel- und Osteuropa fanden nur bedingt Niederschlag in der Außenhandelsstatistik. Die Entwicklungen sind hier sehr länderspezifisch. Während die Exporte nach Polen um 30 und in die Niederlande um 15 % erhöht werden konnten, verringerten sich die Exporte in die Tschechische Republik um 16 %. „Die Exporte nach Russland erholten sich minimal, die Werte vor der Ukraine-Krise sind allerdings nach wie vor unerreicht“, so Ernst Gruber, Obmann Stellvertreter der österreichischen Lackindustrie.

Rohstoffproblematik spitzt sich zu

Rohstoffseitig ist die Branche allerdings schwer gefordert. Bedingt durch einige Force Majeur-Meldungen namhafter Rohstoffhersteller, war man zu Jahresbeginn mit Preisanstiegen und Verknappungen bei selektiven Schlüsselrohstoffen konfrontiert. So sind die Preise für das für die Lackindustrie so entscheidende Titandioxid seit Sommer 2016 um ca. 30 % gestiegen. Mittlerweile hat sich die Teuerung aber quer über die Rohstofflandschaft von Lösemitteln/Bindemitteln und Pigmenten ausgeweitet.

Rohstoffkosten sind für die Lack- und Anstrichmittelindustrie entscheidend, da sie mehr als die Hälfte der Produktionskosten ausmachen. Die Mehrbelastung für die Branche wird signifikant werden. Die angespannte Lage dürfte sich auch in den nächsten Monaten nicht deutlich verbessern. Die Rohstoffpreise haben mittlerweile ein Niveau erreicht, das auch verkaufsseitig an die Kunden weitergegeben werden muss.

Auch die Chemikaliengesetzgebung setzt die Branche unter Druck

Bei der Umsetzung der neuen chemikalienrechtlichen Vorschriften REACH und CLP werden zunehmend schärfere Einstufungen für Stoffe vorgeschlagen und weitgehende Verbots- und Beschränkungsmaßnahmen drohen am Horizont. Viele dieser Rohstoffe sind für die Herstellung von Lacken, Farben und Beschichtungen unverzichtbar. Oftmals unterliegen Neubewertung bzw. Verbote und Beschränkungsmaßnahmen keinerlei fundierten wissenschaftlichen Grundlagen.
So könnte die Einstufung von Titandioxid als möglicherweise krebserregend beim Einatmen in naher Zukunft dazu führen, dass die Konsumenten durch verpflichtete Kennzeichnungen in die Irre geführt werden. Der Stoff wird seit rund hundert Jahren kommerziell eingesetzt und derzeit in Mengen von bis zu 10 Millionen Tonnen pro Jahr in Europa hergestellt oder verarbeitet. Zehntausende Arbeiter weltweit und Millionen Konsumenten kommen tagtäglich mit TiO2 in Kontakt. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass eine krebserregende Wirkung von TiO2 bei einer solch weitreichenden Exposition bislang verborgen bleiben konnte. „Da Titandioxid im flüssigen Lack gebunden ist, kann es logischerweise nicht eingeatmet werden“, folgert Hubert Culik. „Daher wird sich die Lackindustrie dafür einsetzen, dass es zu keinen Einschränkungen für feste und flüssige Produkte, die Titandioxid enthalten, kommt.“

Die von der EU angestrebten Beschränkungen im Biozid-Bereich erschweren die Haltbarkeit besonders bei den umweltfreundlichen, wasserbasierten Farben und Lacken, da diese Produkte ohne Konservierungsstoffe nur noch in Kühlung gelagert werden könnten. „Der heutige Kenntnisstand ermöglicht einen sehr bewussten und nachhaltigen Umgang mit Bioziden“, ist Albert Keiler, Obmann Stellvertreter der österreichischen Lackindustrie, überzeugt. „Im Bereich der Chemikalienkennzeichnung ist eine ganzheitliche Betrachtung und eine objektive Risikoabschätzung unumgänglich, um zu einer tragbaren Lösung zu kommen.“

Nachwuchsförderung hat Priorität

Um den Nachwuchs am aktuellsten Stand zu halten, stattet die Lackindustrie die HTL Rosensteingasse mit neuer Laborausrüstung und sonstiger Gerätschaft für den Lehrgang Oberflächentechnik aus.
Damit es auch in Zukunft genügend Fachkräfte in der Branche gibt, soll in Kürze in Kooperation mit der Fachhochschule Technikum Wien, dem Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI) sowie der Universität Wien ein Fachhochschullehrgang für Lack- und Oberflächentechnik eingerichtet werden. Die Einreichung konnte bereits erfolgen, nachdem sich eine Reihe von Unternehmen bereiterklärt haben, die nötige Anschubfinanzierung zu unterstützen.

Lackindustrie braucht verlässliche und planbare Rahmenbedingungen

Die österreichische Lackindustrie fordert die EU-Kommission auf, einen risikobasierten Ansatz bei Verboten und Beschränkungen zu wählen und wünscht sich durch Übergangsfristen mehr Zeit, um auf Änderungen reagieren und Rohstoffe ersetzen zu können.

„Im Fokus aller Bemühungen muss die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und die Stärkung des Industriestandorts Österreich stehen“, betont Klaus Schaubmayr, Geschäftsführer der Berufsgruppe Lackindustrie. „Maschinensteuer und Arbeitszeitverkürzung wirken sich negativ auf das Wirtschaftswachstum aus, die Lackindustrie braucht Entlastungen und flexible Arbeitszeitmodelle.“

Lackindustrie in Österreich

Die 27 Betriebe der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie beschäftigen knapp 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit einer Gesamtproduktion von 161.000 Tonnen und einem Produktionswert von 434 Millionen Euro stellt die Branche einen wichtigen Pfeiler der österreichischen Chemischen Industrie dar.

 

v.l.n.r. Berufsgruppen-Obmann-Stv. Dr. Ernst Gruber, Berufsgruppen-Obmann KommR Ing. Hubert Culik, MAS, Berufsgruppen-Obmann-Stv. Dr. Albert Keiler, Berufsgruppen-Geschäftsführer Dr. Klaus Schaubmayr

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Austausch zu Titandioxid

22.02.2017 - Im Vorfeld der auf europäischer Ebene beginnenden Gespräche zu der geplanten Einstufung von Titandioxid als krebserzeugend fand auf Initiative des Fachverbandes am Dienstag eine erste Diskussion zwischen der betroffenen Industrie und österreichischen Behördenvertretern statt. Kernpunkte waren einerseits die geplante Einstufung aus toxikologischer Sicht sowie die Konsequenzen aus sozioökonomischer Sicht.  

Vertreter der Lack-und Anstrichmittelindustrie, pharmazeutischen Industrie und Kunststoffindustrie demonstrierten in anschaulicher Weise die Verwendungsvielfalt von TiO2. Das Weißpigment ist ein bedeutender Grundrohstoff einer Vielzahl von Industriezweigen. Mehrere einzigartige Eigenschaften machen Titandioxid zum unverzichtbaren Rohstoff. Es hat von allen Weißpigmenten das höchste Deckvermögen sowie die stärkste Weißheit aufgrund des hohen Streuvermögens des Lichts. Seine Fähigkeit, einen guten UV-Schutz zu verleihen, macht es zum idealen Bestandteil von Sonnenschutzmittel aber auch UV-beständigen Beschichtungen. Es ist unlöslich und inert, was besondere Bedeutung für die pharmazeutische Industrie hat, da es nicht mit anderen Bestandteilen reagiert.  

Andere Weißpigmente sind entweder untauglich oder haben umweltgefährdende Eigenschaften. Bleihaltige Pigmente sind aus Gesundheitsschutzgründen schon lange nicht mehr im Einsatz. Titandioxid wird in Österreich seit mehreren Jahrzehnten in großen Mengen von der Industrie eingesetzt, ohne dass gesundheitliche Probleme auftraten. Europaweit werden 1 bis 10 Millionen Tonnen TiO2 pro Jahr gehandhabt. Die hundertjährige kommerzielle Verwendung von solchen Mengen deutet darauf hin, dass von Titandioxid kein großes Risiko für die menschliche Gesundheit ausgehen kann.

 

Das Ziel aller Branchen ist eine Weiterverwendung von TiO2, das bis dato immer als toxikologisch ungefährlich erachtet wurde. Diese Argumentation wurde in der Diskussion vom europäischen Verband der Titandioxid-Hersteller untermauert, der den Einstufungsvorschlag der französischen Behörden bewertet hat. Die krebserzeugenden Effekte, die an Ratten beobachtet wurden, sind nicht auf den Menschen umlegbar. Neue epidemiologische Studien wurden hingegen darin nicht berücksichtigt.  Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass Titandioxid selbst keine krebserzeugenden Eigenschaften hat.

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Die Lackindustrie leidet unter kontinuierlich steigenden Rohstoffpreisen

06.02.2017 - Die Rohstoffkosten haben für die Lackhersteller eine große Bedeutung, da mehr als 50 Prozent der Betriebskosten auf Rohstoffe entfallen. Erhöhungen der Rohstoffpreise beeinflussen somit den Endpreis des Produkts stärker als andere Positionen in der betriebswirtschaftlichen Kalkulation. In den letzten 6 Monaten haben die Preise für beinahe alle wichtigen Rohstoffe deutlich zugenommen. Experten sehen keine Verbesserung der Situation und prognostizieren, dass die Tendenz der negativen Ankündigungen mit Auswirkungen auf praktisch alle Rohstoffe weiter anhalten wird.

Grundlegende Chemikalien wie Lösungsmittel, Harze, Monomere, Epoxyharze, Acrylmonomere und andere Rohstoffe sind stark betroffen. Der Preis für Aceton stieg um 15 Prozent, Xylol und Toluol sind um 20 Prozent teurer als noch vor 12 Monaten, Butylacetat kostet um 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Preis für Methylmethacrylate stieg um 15 Prozent, der für Epoxy- und Polyurethanharze ebenfalls im zweistelligen Prozentbereich – um nur einige aufzuzählen. Besonders prekär ist die Lage beim Weißpigment Titandioxid, ein universell einsetzbares Pigment von höchster Deckkraft, das insbesondere bei der Herstellung von weißen Beschichtungen unersetzbar ist. Hier wurden die Lackhersteller im Laufe des Jahres 2016 mit mehreren und starken Preiserhöhungen konfrontiert, weitere werden 2017 folgen.

„Die Lage hat sich noch nicht entspannt“, prognostiziert Hubert Culik, Obmann der österreichischen Lackindustrie. „Auch für 2017 müssen wir mit weiteren Preiserhöhungen auf Rohstoffe rechnen. Die hohen Stahlpreise zum Beispiel werden sich auf die Kosten von Metallverpackungen auswirken.“

Gründe für die negative Entwicklung
Die Gründe für die derzeitigen Preiserhöhungen sind vielfältig. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen wurde Jahr für Jahr aufgrund der Allianzen von Unternehmen und Lieferanten reduziert, der Wettbewerb damit verringert und Alternativen für den Kunden verengt. „Unerwartete Force Majeure-Fälle verschlechterten die Situation im 4. Quartal 2016 zusätzlich und auch das Ansteigen der Rohölpreise wirkt sich bei manchen Rohstoffen auf eine Preiserhöhung aus“, so Culik. Leider hat sich die Situation in letzter Zeit nicht verbessert, da Unfälle bei Lieferanten sowie Produktionsstopps die Situation noch schwieriger machten.

Die gesamte Lack-und Anstrichmittelindustrie ist tagein tagaus mit diesen Turbulenzen konfrontiert. Und doch sehen sich die meisten europäischen Lackhersteller nach wie vor eindeutig der Qualität und Innovation verpflichtet. Um diese Standards beizubehalten und ständig weiterentwickeln zu können, muss sich die Industrie den Preisentwicklungen des Rohstoffmarktes stellen.

Lackindustrie in Österreich
Die 28 Betriebe der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie beschäftigen knapp 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit einer Gesamtproduktion von 152.000 Tonnen und einem Produktionswert von 421 Millionen Euro stellt die Branche einen wichtigen Pfeiler der österreichischen chemischen Industrie dar.

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Good Manufactoring Practice für Druckfarben, Lacken und Beschichtungsstoffen, die in Kontakt mit Lebensmittel kommen!

08.11.2016 - Der Europäische Druckfarbenverband hat eine neue GMP für Druckfarben, Lacke, Beschichtungsstoffe herausgegeben, die eine rechtskonforme Herstellung und Verwendung dieser Materialien, die in Kontakt mit Lebensmitteln kommen, sicherstellen.

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Lackindustrie ist trotz schwierigem Umfeld zuversichtlich

30.06.2016 - Hubert Culik, Obmann der österreichischen Lackindustrie, zeigt sich bei der diesjährigen Jahrespressekonferenz der Branche trotz bescheidener Steigerung im Jahr 2015 für das heurige Jahr optimistisch

- Beschränkungsmaßnahmen durch die EU stellen die Branche in Bezug auf die notwendigen Rohstoffe allerdings vor große Herausforderungen

- Der Lackindustrie könnte bald ihr Weißpigment Titandioxid-TiO2 abhandenkommen und wasserbasierte Farben und Lacke wegen Verboten von Konservierungsmittel in der Kühlkette landen

Die Unternehmen der Lack- und Anstrichmittelindustrie blicken auf ein schwieriges Jahr 2015 zurück. Mit einer Gesamtproduktion von  152.000 Tonnen und einem Produktionswert von 421 Mio. Euro (2014: 415 Mio. Euro) konnte nur eine bescheidene Steigerung von 1,4 Prozent erreicht werden. Besonders der Bereich der Bautenfarben und Bautenlacke musste Einbußen hinnehmen. Auf sehr niedrigem Niveau stabilisierte sich der Industrie- und Autolack-Sektor. Letzterer war auch durch die Krise im VW-Abgas-Skandal betroffen. Lediglich der Holz- und Möbellack-Bereich konnte eine leichte Steigerung von 1 bis 1,5 Prozent verzeichnen.

„Wir sind allerdings zuversichtlich, dass das Jahr 2016 besser ausfallen wird. Im ersten Halbjahr ist im Sektor Bautenfarben/Bautenlacke bereits eine gewisse Erholung spürbar, ebenso im Bereich Korrosionsschutz, Maschinenbau und bei Lacken und Beschichtungen für Metallerzeugnisse“, gibt sich Hubert Culik, Obmann der österreichischen Lackindustrie optimistisch.

Exportentwicklung heterogen

Für die stark exportorientierte österreichische Lackindustrie brachte das Jahr 2015 keine nennenswerten Verbesserungen. So sanken die Exporte nach Rumänien um 31 Prozent und nach Bulgarien um 19 Prozent. Der russische, ukrainische und weißrussische Markt ist nahezu zusammengebrochen. Die von Österreich mitgetragenen Sanktionen der Europäischen Union finden in diesen Zahlen ihren dramatischen Niederschlag.  

Lediglich die Exporte nach Polen (+7 Prozent) sowie in die Tschechische Republik (+15 Prozent) reflektieren auch die wirtschaftliche Erholung in diesen Ländern.

Ebenfalls ein Lichtblick waren die Exporte nach Deutschland, die auf hohem Niveau wiederum um 3,5 % zulegten. „Deutschland ist für die österreichische Lackindustrie der weitaus wichtigste Exportmarkt, in den fast ein Drittel aller Ausfuhren geht“, erklärt Culik. Allerdings ist auch der Importdruck aus Deutschland nach Österreich riesig. Insgesamt wurden 2015 Lacke und Farben im Wert von 295 Mio. Euro nach Österreich aus Deutschland importiert und im Wert von 85 Mio. Euro exportiert.

Rohstoffknappheit durch Beschränkungen

Von der EU angestrebte Beschränkungsmaßnahmen von wichtigen Rohstoffen stellen die Lackindustrie vor neue Herausforderungen. Oftmals unterliegen Neubewertung bzw. Verbote und Beschränkungsmaßnahmen keinerlei fundierten wissenschaftlichen Grundlagen. So könnte die Einstufung von Titandioxid als krebserregend der Lackindustrie das wichtigste Weißpigment entreißen. Von einer derartigen Einstufung wären sämtliche Produkte vom Speziallack bis zur Wanddispersion betroffen. Alternativen zu Titandioxid gibt es keine, denn andere Weißpigmente (z.B. Zinkoxid oder Bleikarbonat) sind untauglich und umweltgefährdend. Millionen von Konsumenten kommen weltweit tagtäglich mit TiO2 in Kontakt. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass eine krebserregende Wirkung bei einer solch weitreichenden Exposition bislang verborgen bleiben konnte.

Die von der EU angestrebten Beschränkungen im Biozid-Bereich erschweren die Haltbarkeit besonders bei wasserbasierten Farben und Lacken, da diese Produkte ohne Konservierungsstoffe nur noch in Kühlung gelagert werden könnten. „Der heutige Kenntnisstand ermöglicht einen sehr bewussten und nachhaltigen Umgang mit Bioziden“, ist Albert Keiler, Obmann Stellvertreter der österreichischen Lackindustrie, überzeugt. „Pauschale Mengenreduzierungen ohne Berücksichtigung des Nutzens von Bioziden werden von uns abgelehnt.“

Bildungsoffensive gegen Fachkräftemangel

Um den Fachkräftemangel entgegenzuwirken, startete die Lackindustrie eine Bildungsoffensive und etablierte den Lehrberuf „Lack- und Anstrichmitteltechniker“, der im Herbst 2015 an den Berufsschulen startete. „Auch die Kunden der Lackindustrie, zum Beispiel die Metall- und Fahrzeugindustrie oder die Möbelindustrie sind eingeladen, von dieser neuen modularen Ausbildung Gebrauch zu machen und Fachkräfte auszubilden“, so  Klaus Schaubmayr vom Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs.

Im Hochschulbereich befindet sich der Fachhochschulstudiengang „Lack- und Oberflächentechnik“ in Planung, um den Bedarf an hervorragend ausgebildeten Fachkräften in der Lack- und Beschichtungsindustrie decken zu können.

      

Lackindustrie setzt auf Nachhaltigkeit

„Nachhaltigkeit gehört auch für die Lackindustrie zu den aktuellen Megatrends. Wir bewegen uns hier weg von erdölbasierenden Rohstoffen zu Rohstoffen aus nachwachsenden Quellen“, erläutert Culik.

Die industrielle Biotechnologie gewinnt auch für die Lackindustrie immer mehr an Bedeutung. Durch Fermentation mit Mikroorganismen entstehen aus Biomasse Basisrohstoffe für die Lackproduktion, etwa Acrylsäure, Asparaginsäure, Itaconsäure und Adipinsäure. „Der CO2-Fußabdruck dieser biobasierten Rohstoffe für die Lackindustrie ist teilweise um einen zweistelligen Prozentbetrag kleiner, als jener Rohstoffe, die aus der petrochemischen Produktion stammen“, freut sich Hubert Culik.  Darüber hinaus gibt es eine deutlich bessere Energieeffizienz bei der Herstellung dieser Rohstoffe.

Beispielsweise können aus diesen nachwachsenden Rohstoffen Höchstleistungshärter für Polyurethan-Lacke hergestellt werden, die damit nahezu vollständig aus biobasierten Komponenten bestehen.

Lackindustrie braucht verlässliche und planbare Rahmenbedingungen

Die österreichische Lackindustrie fordert die EU-Kommission auf, einen risikobasierten Ansatz bei Verboten und Beschränkungen zu wählen und wünscht sich durch Übergangsfristen mehr Zeit, um auf Änderungen reagieren und Rohstoffe ersetzen zu können.

„Im Fokus aller Bemühungen muss die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und die Stärkung des Industriestandorts Österreich stehen“, betont Hubert Culik. Maschinensteuer und Arbeitszeitverkürzung würden sich negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken, die Lackindustrie brauche Entlastungen und flexible Arbeitszeitmodelle.

Lackindustrie in Österreich

Die 28 Betriebe der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie beschäftigen knapp 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit einer Gesamtproduktion von 152.000 Tonnen und einem Produktionswert von 421 Millionen Euro stellt die Branche einen wichtigen Pfeiler der österreichischen chemischen Industrie dar.

 

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Kriterienkatalog für die öffentliche Beschaffung für Farben, Lacke und Straßenmarkierung veröffentlicht

22. 09. 2015 - Das Joint Research Center JRS der EU Kommission hat einen Technischen Report und einen Kriterienkatalog für die öffentliche Beschaffung (Green Public Procurement) für Farben, Lacke und Straßenmarkierung vorgelegt, der nun zur Begutachtung steht. Der FCIO hat dazu die nachstehende Stellungnahme abgegeben.

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Trotz positiver Entwicklung 2014 kämpft die österreichische Lackindustrie gegen sich verschärfende Rahmenbedingungen

Die diesjährige Jahrespressekonferenz der österreichischen Lackindustrie war von vorsichtigem Optimismus geprägt: Nach dem leichten Abwärtstrend des Jahres 2013 konnte sie für 2014 ein Umsatzplus von 2,1% bzw. eine Mengensteigerung von 5,0% verzeichnen. „Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage durchaus ein respektables Ergebnis“, erklärte KR Ing. Hubert Culik, Obmann der österreichischen Lackindustrie.

 

Exporte 2014: Deutliche Unterschiede in Europa

Die Exporte nach Südeuropa und in die CEE-Länder konnten sich allerdings auch 2014 nicht nennenswert erholen bzw. gingen weiter zurück. Ebenfalls negative Auswirkungen auf die Exportquote hatten die Russland-Ukraine-Krise und die gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen. Erfreulich entwickelten sich hingegen die Exporte in die restlichen Teile Europas, insbesondere nach Deutschland, wo das Volumen wertmäßig um 10,0% stieg.

 

Der Industrielackbereich und die Lackproduktion für die Automobilzulieferindustrie litten unter der generellen Stagnation der europäischen Wirtschaft und der anhaltenden Russland-Ukraine Krise. Im Vergleich zu Deutschland, wo der Bautenfarbenbereich durch das Wachstum der Bauindustrie von rund 5,0% profitierte, wuchs die Teilbranche in Österreich um lediglich 2,3%. „In Europa findet aufgrund des fehlenden Wachstums ein Verdrängungswettbewerb statt, der die Branche durch die geänderten Geschäfts- und Rahmenbedingungen (Energieeffizienzgesetz, VbF, CLP) weiter in Bedrängnis bringen wird“, so Dr. Ernst Gruber, Obmann Stellvertreter der österreichischen Lackindustrie.

 

2015: Positiver Ausblick nach erfreulichem Start

Das erste Halbjahr 2015 verlieh der positiven Stimmung in den meisten Branchen der Lackindustrie weiteren Aufwind. Im Bautenlack- und Bautenfarbenbereich wurden beispielsweise Zuwächse von 2,0% generiert.     Insgesamt rechnet die Branche mit einer positiven Entwicklung für 2015 und einer deutlichen Umsatzsteigerung gegenüber 2014.

 

Dennoch macht sich mittlerweile die Euro-Schwäche bemerkbar, die zu empfindlichen Anstiegen der Rohstoffpreise führt. Auch kommt es in zunehmendem Maße zu Verknappungen bzw. Kapazitätsengpässen verschiedener Rohstoffe.

 

Verschärfte Rahmenbedingungen im Wettbewerb

Neben diesen globalen Entwicklungen, die in verschiedener Ausprägung die gesamte Industrie betreffen, sieht sich die österreichische Lackindustrie in naher Zukunft mit verschiedenen Einflussfaktoren konfrontiert, auf die sie rasch Antworten finden muss. Die anstehenden Verschärfungen rechtlicher Rahmenbedingungen – wie etwa das Verbot verschiedener Lackinhaltsstoffe (Kobalt, NMP, Meko), die seit 1. Juni 2015 geltende Einstufungs- und Kennzeichnungsverordnung von Chemikalien (CLP-Verordnung), die neue  Verpackungsabgrenzungsverordnung sowie weitere Novellen in der Gesetzgebung verschärfen die zukünftigen Anforderungen an Betriebe.

„Die heimischen Betriebe sind dank ihrer großen Innovationskraft durchaus in der Lage, all diese Herausforderungen zu meistern. Allerdings muss die Politik durch geeignete Übergangsvorschriften sicherstellen, dass die bis dato rechtskonform agierenden Unternehmen der österreichischen Lackindustrie genug Zeit haben, sich auf die neue Situation einzustellen, ohne dabei zu harte Eingriffe in ihren Produktionsabläufen hinnehmen zu müssen“, ist Dr. Albert Keiler, Obmann Stellvertreter der österreichischen Lackindustrie, überzeugt.

Im Mittelpunkt der gemeinsamen Anstrengungen müsse die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Standorts stehen, so Keiler weiter.

 

Bildungsoffensive: Neuer Lehrberuf erfolgreich gestartet und branchenspezifischer Bachelorlehrgang in Planung

Den wichtigsten Trumpf im Konkurrenzkampf mit Niedriglohnländern sieht die österreichische Lackindustrie in der Ausbildung hochqualifizierter Mitarbeiter. In einem ersten Schritt wurde deshalb im März dieses Jahres der neue Lehrberuf „Lack- und Anstrichmitteltechniker“ erfolgreich umgesetzt. Alleine in der heimischen Lack- und Anstrichmittelindustrie werden pro Jahr rund 50 Lehrlinge benötigt, die für ihre Ausbildung bisher nach Deutschland und in die Schweiz ausweichen mussten. Auch in der Holz- und Möbelindustrie, der Metallverarbeitenden Industrie sowie der Kunststoffindustrie herrscht ein hoher Bedarf an qualifizierten Fachkräften mit exzellentem Lack- und Anstrichmittel-Know-How.

 

Darüber hinaus ist geplant, in Kooperation mit der Fachhochschule Technikum Wien, dem Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI) und der Universität Wien, ab 2017 das Bachelorstudium „Lack- und Beschichtungstechniker“ anzubieten. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und reichen ebenfalls von der Lackindustrie bis zur Metall-, Holz- und

 

 

Möbelindustrie. Der Studiengang soll den wachsenden Bedarf an Akademikern in der Lackindustrie decken. „Die Basis für den Erfolg österreichischer Lackprodukte ist die intensive Forschungsarbeit der Unternehmen. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit Bildung und Know-how auf allerhöchstem Niveau unsere Innovationskraft in Zukunft noch weiter ausbauen können“, betont Culik.

 

Lackindustrie in Österreich

Knapp 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen die 28 Betriebe der Lack- und Anstrichmittelindustrie in Österreich. Mit einer Gesamtproduktion von 152.000 Tonnen und einem Produktionswert von 415 Millionen Euro stellt die Branche einen wichtigen Pfeiler der österreichischen chemischen Industrie dar.

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Ankündigung – Save the Date

Innovation-Day der österreichischen Lackindustrie

Die österreichische Lack- und Anstrichmittelindustrie diskutiert die Zukunft des Lacks und stellt Innovationen vor.

 

Donnerstag, 22. Oktober 2015, 9:30 – 15:00 Uhr

Wirtschaftskammer Österreich

Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien

 

 

Rückfragehinweis: 

Mag. Christoph Humitsch

Unique Public Relations GmbH

+43 (0) 1 877 55 43

christoph.humitsch@unique-relations.at

 

Dr. Klaus Schaubmayr

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Österreichische Lackindustrie wählt Präsidium für die Periode 2015 - 2020

Kommerzialrat Hubert Culik, MAS, GF Rembrandtin Lack GmbH, als Vorsitzender der österreichischen Lackindustrie wieder gewählt

 

In der Berufsgruppensitzung vom 19. März 2015 wurde Kommerzialrat  Ing. Hubert Culik MAS, GF Rembrandtin Lack GmbH

Nfg. KG, für weitere fünf Jahre zum Obmann der Berufsgruppe Lack- und Anstrichmittelindustrie im Fachverband der chemischen Industrie Österreichs gewählt. Seine bisherigen Stellvertreter, Dr. Ernst Gruber/Axalta Coating Systems Austria GmbH, sowie Dr. Albert Keiler/Adler Werk Lackfabrik Johann Berghofer GmbH & Co KG wurden in ihren Funktionen ebenfalls bestätigt.

 

„Auf die mittelständische österreichische Lackindustrie kommen in den nächsten Jahren große Herausforderungen zu. Diese können nur mit für die Unternehmen planbaren wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen einerseits sowie hervorragend ausgebildeten Mitarbeitern andererseits bewältigt werden.“, so Culik.

 

Während die ökonomischen Rahmenbedingungen Sorge bereiten – beispielsweise REACH-Stoffbeschränkungen, Verpackungsabgrenzungsverordnung und Energieeffizienzgesetz sowie die derzeitigen politischen Instabilitäten in Europa ,um einige Stichworte zu nennen – gibt es Lichtblicke bei der Ausbildung von Nachwuchskräften.

„Ich bin sehr glücklich, dass es nach langen Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite gelungen ist, den neuen modularen Lehrberuf „Lacktechniker“ auf Schiene zu bringen, freut sich der wiedergewählte Obmann der Berufsgruppe Lack- und Anstrichmittelindustrie Hubert Culik.

 

Lackindustrie in Österreich

 

Knapp 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen die 28 Betriebe der Lack- und Anstrichmittelindustrie in Österreich. Mit einer Gesamtproduktion von 142.000 Tonnen und einem Produktionswert von 346 Millionen Euro stellt die Branche einen wichtigen Pfeiler der österreichischen chemischen Industrie dar. Forschung und Entwicklung sowie Innovation charakterisieren die Branche und spielen eine wesentliche Rolle im internationalen Wettbewerb.

 

19.3.2015

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Gemeinsam mit der Gewerkschaft PRO-GE hat die österreichische Lackindustrie eine zukunftsweisende neue Berufsausbildung auf den Weg gebracht

Lackindustrie finalisiert Verhandlungen über die neue modulare Ausbildung zum Lack- und Anstrichmitteltechniker

 

Gemeinsam mit der Gewerkschaft PRO-GE hat die österreichische Lackindustrie eine zukunftsweisende neue Berufsausbildung auf den Weg gebracht. Die im Bundesberufsaus­bildungsbeirat einstimmig angenommene neue modulare Ausbildung wird aller Voraussicht nach noch im Sommer 2015 vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirt­schaft erlassen, freut sich der Vorsitzende der österreichischen Lackindustrie, KommR Hubert Culik.

 

Die Einigung mit der Arbeitnehmerseite war durch ein Pilotprojekt bei der Gestaltung der Lehrabschlussprüfung ermöglicht worden. Die Lackindustrie hat sich mit der Arbeitnehmer­seite geeinigt, eine Zwischenprüfung zur Feststellung der im ersten Teil der Ausbildung erworbenen Grundkompetenzen einzuführen. Dadurch soll die Qualität der Ausbildung ins­gesamt gesteigert werden, weil eine frühe Rückmeldung über den Ausbildungsstand er­folgt.

 

Der Aufbau der neuen Ausbildung ist „modular“

 

Ein Grundmodul „Labortechnik“ bildet die Basis der neuen Ausbildung, dem ein Haupt­modul „Lacktechnik“ sowie ein Spezialmodul „Laborautomatisation“ folgen. Ing. Culik: „Um hochmoderne Lacke und Beschichtungen herstellen zu können, braucht es entspre­chende Kompetenzen und die sind in der Lackindustrie sehr speziell. Es geht dabei bei­spielsweise um Farbmetrik, Rheologie - das Fließverhalten, Applikationsmethoden, Rezep­tierung und vieles mehr.

 

Neue Jobchancen in einer innovativen Branche

 

Die künftigen Lacktechniker werden hervorragende Jobchancen in Österreich vorfinden, ist Dr. Gruber, Geschäftsführer Axalta Coating Systems Austria GmbH, überzeugt. Nicht nur in der Lackindustrie selbst, sondern auch in der Holz- und Möbelindustrie, der Metallindustrie oder in der kunststoffverarbeitenden Industrie. Überall wo beschichtet wird, werden diese Fertigkeiten nachgefragt.

 

Aber auch für die Industrie selbst bringt die neue Ausbildung Vorteile. Die Lack- und An­strichmittelindustrie kann ihren europaweit anerkannten hohen Standard in Forschung und Produktentwicklung nur mit bestens ausgebildeten Mitarbeitern erhalten. „Ich freue mich“, so Culik, „dass wir jungen Menschen bald eine attraktive Ausbildung in einer inno­vativen Industrie anbieten können.“

 

19.3.2015

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